
Installationsansicht: "dessin automatique", "Egolove", "Mitte Motte" – Papercut, Spiegel. Print, 2011

Paper-Cuts 2011
In den aktuellen Papierschnitten wird Bildmaterial aus diversen Printmedien durch Eingriffe wie schmirgeln, kritzeln, reißen oder schneiden gestört oder vollständig zerstört und zumeist durch Schichtungen in einen neuen Bildzusammenhang gebracht.
Verstärkt werden in diesen Arbeiten zeichnerische Elemente in Form von automatisierten, (pseudo-)individuellen Gesten eingearbeitet. Das "Subjektive" wird zum Platzhalter im Gegenspiel zu den idealisierten, oft entpersönlichten und instrumentalisierten Bildgegenständen in Werbung und Medien. Durch das Entfernen der ursprünglichen – meist idealtypischen – Bildinhalte wird in Kombination der Bildreste mit weiteren Bildschichten neuer Raum geschaffen und die Assoziationen gelenkt. Das Bild offenbart sich einmal mehr als Projektionsfläche und Assoziationsraum.
"Collage-Technik ist die systematische Ausbeutung des
zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens
von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer
augenscheinlich dazu ungeeigneten Ebene – und der
Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser
Realitäten überspringt."
(Max Ernst)

Installationsansicht: "dessin automatique", "Egolove" – Papercuts, Spiegelfolie, Print, 2011
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